Shanghai Stock China Securities Network (Reporter Wang Wenyan): Die Terminkontrakte für Betonstahl schlossen am 23. deutlich höher, der Hauptkontrakt legte im Tagesverlauf um 3,6 Prozent auf 3510 Yuan/Tonne zu. Am selben Tag verzeichneten auch einige Stahlwerke in Ostchina einen leichten Anstieg der Spotpreise für Betonstahl.
Was den Preisanstieg betrifft, so teilten Marktinsider der Shanghaier Zeitung mit, dass in Hebei, Shandong und anderen Regionen in letzter Zeit schwere Warnungen vor starker Luftverschmutzung ausgesprochen wurden und die Zahl der Stahlkokereien, die ihre Produktion eingestellt haben, deutlich zugenommen hat, was wiederum zu einer Reduzierung der Angebotserwartungen am Markt führte und somit eine gewisse Stütze für den Stahlpreis bildete.
Reporter erfuhren, dass viele Maßnahmenpläne erlassen haben. Am 22. September veröffentlichte die Arbeitsgruppe für Notfälle bei extremer Luftverschmutzung der Provinz Shandong ein Schreiben zur effektiven Bewältigung solcher Wetterereignisse am 25. September (Sonnenwende 29. September). Darin wurden 13 Städte in Shandong, darunter Jinan, angewiesen, die Warnstufe Orange auszurufen und Notfallmaßnahmen der Stufe II einzuleiten. Industrieunternehmen sind verpflichtet, ihre Produktion gemäß der 2019 überarbeiteten Liste zur Emissionsreduzierung einzuschränken oder ganz einzustellen. Zahlreiche Stahlwerke in Shandong haben bestätigt, ihre Produktion teilweise oder vollständig zu drosseln oder sogar ganz einzustellen.
Am 21. September erließ die Stadtverwaltung von Tangshan eine Bekanntmachung über Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung der Luftverschmutzung im September, in der sie vorschrieb, dass die Sinteranlagen der Stahlunternehmen in Tangshan vom 22. bis 27. September streng kontrolliert werden müssen.
Hinsichtlich des folgenden Preistrends glauben die Analysten von Mysteel, dass die Produktionsbeschränkungen die Stahlpreise bis zu einem gewissen Grad stützen und dass man sich auch auf die Auswirkungen des Terminmarktes auf den Spot-Handel mit Knüppeln konzentrieren muss.
Analysten gehen davon aus, dass trotz der jüngsten Verschärfung der Produktionsvorschriften und des zunehmend strengen Umweltschutzes – insbesondere im Hinblick auf die umfassende Luftreinhaltung im Herbst und Winter 2020 gemäß dem Programm „26 2 + 2019“ – nun auch Empfehlungen für die Maßnahmen zur Luftreinhaltung eingeholt wurden. Diese Maßnahmen lehnen pauschale Umweltschutzmaßnahmen zur Produktionsbegrenzung entschieden ab, deren Wirkung möglicherweise nicht den Erwartungen entspricht. Die Erholung der Stahlproduktion bleibt daher der Hauptfaktor für den Markt. Obwohl die Stahlbestände seit sechs Wochen in Folge sinken, deuten Anzeichen einer allmählichen Abschwächung der Nachfrage darauf hin, dass die Stahlpreise kurzfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer Konsolidierungsphase verharren werden.
Veröffentlichungsdatum: 24. September 2019


